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Kunst im TURM

Im TANKTURM gibt es keine Ausstellungsräume im eigentlichen Sinn, sondern Transiträume: Kunst begleitet hier Wege und Arbeitsalltag. Das ist neben den faszinierenden Räumen des Gebäudes die Besonderheit. Kunst als Konstante auf Zeit findet sich im Architekturbüro, in den Proberäumen des KlangForum, im Seminarbereich und in den Turmräumen.

Abgesehen davon, dass der Bezug zur ungewöhnlichen Architektur hier immer eine Rolle spielt, wird die spartenübergreifende Konstellation der TANKTURM-Bewohner – des AAg Architekturbüros und der Ensembles des KlangForum Heidelberg – Themen ermöglichen, die sich auch in den Ausstellungen spiegeln werden: In diesem Haus wird an Formen gefeilt, über Form nachgedacht. Ich stelle mir vor, dass die Arbeiten das begleiten und mit-denken während sie da sind. Gleichzeitig spielt Kommunikation eine große Rolle: In diesem Energiefeld würde ich gerne alles ansiedeln, was dort künstlerisch geschieht.
Im Moment sind zwei Ausstellungen im Jahr fest geplant, dazwischen wird es sicherlich Events, Installationen oder kleinere Ausstellungen geben.
Die erste Ausstellung zeigt den Sammlungsbestand des AAg Architekturbüros, der hier erstmalig am neuen Ort installiert wird und Erweiterungen einerseits auf interessante regionale Positionen wie z.B. Barbara Hindahl und Miriam Holme (beide aus Mannheim) zeigt, wie auch überregionale wie z. B. Daniele Buetti oder Karin Schwarzbek aus der Schweiz. Es geht um die Vernetzung von Sparten und Fragestellungen und natürlich darum, den TANKTURM mit Künstlern und Institutionen als neuen, sehr besonderen Ort zu bespielen.
Text: Kurator Harald Kröner

small moves – Papiersachen

Ausstellung mit Werken von Jutta Steudle, bis 19. Februar 2017

Wenn es stimmt, dass weniger mehr ist, dann müsste das, was Jutta Steudle macht, richtig viel sein! Die minimalistischen Handlungen, die sie ihren Papieren zufügt, sind kaum noch zu unterbieten. Ob obige These stimmt, können Sie jetzt in einer sehr zugespitzten Installation im mitunter auch kargen TANKTURM nachprüfen: small moves! (Harald Kröner)

freestyle #1
2011
Papier, Farbe
86 × 54 × 18 cm

das Ziel verfolgt keinen bestimmten Weg
2014
Papier, Farbe
150 × 100 cm

der Weg Führt ins Nirgendwo
2014
Papier, Farbe
150 × 100 cm

Warum ist morgen anders?
2014
Papier, Farbe
150 × 100 cm

die Leere des Tages bringt die Nacht
2014
Papier, Farbe
150 × 100 cm

Planänderung inbegriffen (3)
2014
Papier, Farbe
150 × 100 cm

o. t.
2014
Papier, Farbe
150 × 100 cm

das Blatt dreht sich
2014
Papier, Farbe
90 × 57 cm

im Anflug rosa
2010
Packpapier, Farbe, Folie, Faden
118 × 195 × 28 cm

der Rückhalt ist gespannt
2015
Papier, Farbe
128 × 104 cm

In ihren Arbeiten setzt sich Jutta Steudle vorrangig mit den charakteristischen Eigenschaften verschiedener Materialien auseinander. Eines dieser Materialien ist Papier. Papier ist auf der einen Seite ein sehr dünnes, leicht zerreißbares Material, auf der anderen Seite ist es stark beanspruchbar. Sie versucht die unterschiedlichen Eigenschaften auszuloten: Wie verhält sich Papier in den verschiedensten Verformungen? In wie weit sind Faltungen haltbar? Wie verträgt das jeweilige Material den Eingriff und wie wirkt dies auf den Betrachter?

Die Zartheit des Materials und auch der Farbe, steht oft im Gegensatz zu der Heftigkeit der Ausführung aber auch zu der entstandenen erstarrten Form.

Jutta Steudle (1972) studierte Bildhauerei an der staatlichen Akademie der Künste in Karlsruhe. Sie lebt und arbeitet in Mannheim.


Matthis Bacht Ampersand

„Ampersand“ - Ein Kunstwerk, das über die Grenzen von Stadtteilen hinweg abstrahlt und verbindet.

Durch das Kippen, verlängern und um die Ecke biegen des stilisierten Schriftzeichens „&“ setzt es zwei Seiten eines Gebäudes miteinander in Beziehung. Sinnfällig steht es dabei auch für die lebendige Verbindung zwischen Architektur und dem Betrachter: Seine in der Nacht auffällig beleuchtete Kontur lädt zum Annähern, Umrunden und Erkunden der ausdrucksstarken Fassade des Tankturmes ein. Der Blick von den Balkonvorsprüngen des Gebäudes ermöglicht dabei die „Nahansicht“ und beschließt einen möglichen Rundgang.

In direkter Sichtbeziehung existiert ein zweites „Ampersand“ am Turm des Künstlerhaus Haus am Wehrsteg - ebenfalls einem Industriedenkmal speziellen Zuschnitts.

Der Titel „Ampersand“ stammt aus dem Englischen und bezeichnet das uns bekannte &- Zeichen.

Künstler: Matthis Bacht & Anna Heidenhain
Material: Aluminium, Licht, Lack
Größe: ca. 80x120x80 (HxBxT)
Unikat

Über die Künstler:
www.matthisbacht.de
www.annaheidenhain.com
www.hausamwehrsteg.de

Anna Heidenhain (*1979) lebt und arbeitet zur Zeit in Berlin. In der Region zeigt sie auch dauerhaft ihre Arbeit „Overview“ am Mannheimer Schloß. Sie ist Teil des international arbeitenden Künstlerkollektivs „nüans“.

Matthis Bacht (*1982) ist mit seiner Arbeit durch das Künstlerhaus Haus am Wehrsteg fest in der Region verankert. In 2016 ist mit „Ausstellungskiste“ (Arbeitstitel) eine größere Installation in der Kunsthalle Mannheim zu sehen.